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Fotos © Lisa Beller

Universität eröffnet das COPT.ZENTRUM für Organische Elektronik

Wichtiger Baustein für den Transfer aus Wissenschaft in die Praxis

Die Universität zu Köln hat am 19. Oktober das COPT.ZENTRUM für Organische Elektronik Köln im Beisein von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Wirtschaftsminister Garrelt Duin sowie Ministerialdirigent Michael Theben (Umweltministerium) eröffnet.

Für die Universität zu Köln ist das COPT.ZENTRUM ein zentraler Baustein ihrer Technologietransferstrategie. Der Technologietransfer gehört neben der Forschung und der Lehre zu den Hauptaufgaben der Universität. Gleichzeitig ist es ein Eckstein der Landesinitiative für die Zukunftstechnologie „Organische Elektronik“.  Daher wurde der Bau mit 9,35 Millionen Euro aus Mitteln der Landesregierung und der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programms (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) gefördert.

Die Organische Elektronik – oder auch „Polymerelektronik“ – ermöglicht vollkommen neue, bisher nicht realisierbare elektronische Produkte: flexible Anzeigen oder Displays, Solarzellen auf Folien, medizinische Diagnosegeräte in Kleidung oder sogar zum Aufkleben auf die Haut. Schon jetzt finden sich OLEDs (Organische Leuchtdioden) in Leuchten oder Displays von Smartphones. Erste Fernsehgeräte mit OLEDs sind auf dem Markt, unzerbrechliche Displays aus Kunststoff angekündigt. Die Organische Elektronik wird in den kommenden Jahren die siliziumbasierte Elektronik durch viele neue Anwendungen ergänzen.
Das COPT.ZENTRUM bietet auf rund 1000 Quadratmetern Labor- und Bürofläche Raum für kleine und mittlere Unternehmen. Den zukünftigen Mietern steht nicht nur eine technologische Infrastruktur auf höchstem Niveau zur Verfügung. Unterstützung für die Arbeiten an den komplexen wissenschaftlichen Geräten finden sie durch Experten am COPT.ZENTRUM. So können die Mieter im Zentrum ihre Lösungen und Anwendungen mit der gedruckten Elektronik im innovativen Umfeld vorantreiben. In den nächsten Monaten werden die ersten Nutzer das Gebäude beziehen: kleine und mittelständische Unternehmen, die im Bereich „Organische, flexible und gedruckte Elektronik“ ihre neuen Produktideen bis zur Marktreife entwickeln wollen.

„In dem Gebäude entsteht ein Raum, in dem Ideen und Fragestellungen aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen gebracht werden. Wir werden hier Open-Innovation leben“, erläutert Herr Prof. Klaus Meerholz. Weltweit gehört Prof. Klaus Meerholz zu den Forschern, die Grundlagenforschung an OLEDs und anderen Bauteilen aus dem Bereich der Organischen Elektronik auf internationalem Spitzenniveau betreiben. Auch als Rektoratsbeauftragter für Technologietransfer der Universität zu Köln hat er ein Interesse daran, Universität und Industrie zusammen zu bringen – ganz im Sinne des COPT.ZENTRUM-Slogans „KMU meets University“. Dabei kann er auf die Expertise aus vielen Kooperationsprojekten mit industriellen Partnern zurückgreifen.

Bei Rückfragen:
Dr. Birgit Seyberlich 
COPT.ZENTRUM für Organische Elektronik Köln 
Luxemburger Str. 90 
50939 Köln 
Telefon +49 (0) 221 470 7947
E-Mail: copt-zentrum(at)uni-koeln.de

 

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